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Militärmuseum Full, 5. September 2009

Dieser Auftritt richtete sich nach dem Bundesgesetz über Waffen, Waffenzubehör und Munition, Kapitel 6 (Aufbewahren, Tragen und Transportieren von Waffen und Munition, missbräuchliches Tragen gefährlicher Gegenstände), Artikel 27 (Waffentragen).

Keine Bewilligung brauchen dem Gesetz entsprechend gemäss Punkt b des genannten Artikels "Teilnehmer und Teilnehmerinnen an Veranstaltungen, bei denen in Bezug auf historische Ereignisse Waffen getragen werden."


packungen unter baeumen

Am 2. September 1939, einen Tag nach Hitlers Angriff auf Polen, bot die Kriegsmobilmachung 450'000 Mann zum Aktivdienst auf. Dessen wurde am 5. September im Militärmuseum Full gedacht. Es war, jenseits von propagandistischen Mythen, der Dank an eine täglich mehr schwindende Generation, der vor 70 Jahren eine schwere Last aufgebürdet wurde.




lesen im tagesanzeiger von 1939

Zum Gedenkanlass trat ein Detachement von vier Mann aus den Reihen von Rost & Grünspan an. Man schloss sich mit fünf Mann des Vereins BRO und einen Zuzüger zu einer Aktivdienstgruppe im Einrücktenü zusammen. Hier bietet der Tagesanzeiger vom September 1939 zweien Wehrmännern interessante historische Lektüre vor dem Defilee.




chef in felduniform

Der Obmann von R&G trat in der Felduniform eines Oberleutnants der Infanterie vor die Mannschaft mit der perfiden Frage wer denn eigentlich den ehedem gehassten Taktschritt beherrsche. Diese Neugier liess Unheil für das kommende Defilee ahnen. Unausweichlich folgte das intensive Taktschritttraining auf hartem Asphalt.




hilfsdienste

Auch gekommen war das Detachement 40 von Herbert Baschung, welches sich der verdienstvollen Darstellung der Hilfsdienste der Schweizer Streitkräfte widmet (ein viel zu wenig gewürdigtes Gebiet). Die Truppe im blauen Tenü des Passiven Luftschutz zog auf mit Fahne und einem Rettungshund, was der ganzen Impression zusätzlichen Reiz verlieh.




hilfsdienste mit fahne

"Taktschritt, vorwärts Marsch!", vor der Bundesratstribüne zog die Truppe so stramm vorbei, dass die auf den Boden geknallten Sohlen Nägel verloren, die wiederum den nachfolgenden Radfahrern einen Pneu plätteten. Die Medien lieben es übrigens, den helvetischen Taktschritt mit dem teutonischen Stechschritt zu verwechseln. Der Unterschied beträgt 30 Grad.




im taktschritt vor der tribuene

Die gemischte Brigade von R&G und BRO hatte bei aller Homogenität einen internationalen Touch. Unsere badische Landwehr (Korporal) hat im letzten Jahrhundert bei der Artillerie der Bundeswehr gedient, während der Schützenmitrailleur der BRO etwa zur selben Zeit Panzerfahrer in den Streitkräften der USA war. Hoch die internationale Solidarität!




panzer 39 beim defilee

Mit dabei beim Defilee vor dem Verteidigungsminister war auch der damals brandneue Panzerwagen 1939, genannt "Praga", des Militärmuseums Full. Gelenkt von Adrian Hug passierte der historische Panzer die Bundesratstribüne vor sichtlich erfreutem Publikum. Im Turm des Panzers 39 steht übrigens der ehemalige Aktuar von R&G, Martin Henke.




bundesrat bei der truppe

Es scheint die Bestimmung von R&G zu sein, sporadisch vor Bundesräten anzutreten. Wie seine Amtsvorgänger Adolf Ogi (Feldschiessen Allschwil) und Samuel Schmid (GV Schweizer Soldat Muttenz), kam auch Verteidigungsminister Ueli Maurer zum persönlichen Handschlag mit unseren historischen Wehrmännern (und auch jenen von BRO)




gewehrpyramiden bei den baeumen

Bei den Pyramiden legte man sich zur Rast. Auch wenn es bloss Gewehrpyramiden waren, so bot das lauschige Plätzchen unter den Bäumen doch einen Ort um sich vom Defilieren zu erholen. Immerhin ist eine Einrückpackung mit aufgeschnalltem zweiten Paar Nagelschuhen kein Kuchenessen, auch wenn die frühherbstlichen Temperaturen moderat waren.




maschinengewehr 1911

Für das Publikum mit den Aktivdienstveteranen darunter gab es danach noch praktische Vorführungen. Das Maschinengewehr 1911 des Museums bot da ein attraktives Demonstrationsobjekt. Mitrailleur Asal von BRO enthüllt Füsilier Friedli eins von R&G gerade die Geheminisse der noch nicht ausgepackten MG-Optik.



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