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Militärmuseum Full Juni 2007


unser kommandoposten

Rost & Grünspan präsentierte am 2.Internationalen Militärfahrzeugtreffen am 9./10.Juni in Full einen Kommandoposten eines Infanterie-Bataillons im Feld. Ein ambitioniertes Programm sollte dem Publikum während zweier Tage die Nachrichtenarbeit und den Soldatenalltag im Aktivdienst 1939-45 vermitteln.




am nachrichtentisch

Der Vereinsobmann schlüpfte in die Rolle des Telefon-Korporals. Im Vorfeld hatte er in mühsamer Bastelarbeit zwei Feldtelefone und zwei Armeetelefone die zwischen 70 und 80 Jahre alt sind funktionstüchtig gemacht. Füsilier Keller verfolgt hier aufmerksam das Dechiffrieren einer Nachricht. Über dem Wochenende hing eine drückende Schwüle.




kartenlesen

Die rund 29 feuchtwarmen Grad Hitze und der strahlende Sonnenschein zerpfückten sämtliche Pläne gehörig. Es war einfach zu heiss um sich im dicken Zwirn unter brütender Sonne in der Karabinerhandhabung zu üben. Füsilier Friedli übt sich gerade im meditativen Anstarren einer Landkarte um ihr auf diese Weise ihre Geheimnisse zu entlocken.




landwehr

Das subtropische Klima nicht scheuend stiess unsere badische Landwehr zur Truppe - Korporal Ziereisen mit den Tücken des Gabeltragriemens ringend. Im Prinzip wollten wir wie bei früheren Displays konsequent aus historischen Feldfalschen trinken. Aber nach einigen Stunden des Schwitzens setzte sich die 1,5 Liter PET-Flasche voller Wasser durch.




am telefon

Die funktionierenden Telefone im Posten waren für das Publikum ein attraktives Detail. Um die Geräte auch realistisch vorführen zu können, wurde eine Leitung zum benachbarten Zelt des Radfahrer-Displays des Vereins Mobilisation 39 Suisse gezogen. Durch diese Leitung erreichte uns auch eine Einladung unserer Camerades romandes zum Weissweinapèro.




internierter

Die Szenerie wurde durch die Internierung einiger über die Landesgrenze getretener Wehrmachtssoldaten belebt. Gerade bringen ein Wachtmeister und eine Radfahrer von Mobilisation 39 Suisse einen aufgeriffenen und entwaffneten Deutschen zu unserem Kommandoposten - Teamwork zwischen der Deutschschweiz und der Romandie.




noch mehr internierte

Da einer selten alleine kommt, tauchten alsbald weitere Deutsche auf die sich in der Schweiz internieren liessen. Die durch Thomas Schott und seine Crew dargestellten Landser kamen ob ihres naturgetreuen Erscheinungsbildes beim Publikum sehr gut an. Diese armen Schweine haben nichts mehr von einem bedrohlichen Herrenvolk.




erste vernehmung

Die eingegangenen Internierten durften sich zu einer Pause unter Bewachung am Strassenrand niederlassen, und wurden sogleich durch Feldweibel Henke schriftlich erfasst. Bei diesem Landser aus dem Ruhrpott geht es offenbar um die korrekte Schreibweise seines unaussprechlichen Familiennames, der polnischen Ahnen offenbart.




sanitŐt

Im Schatten eines Baumes neben dem Posten nahmen sich Rotkreuzhelferinnen der arg mitgenommenen Wehrmachtssoldaten an. Verbände wurden angelegt, Äpfel und Wasser wurde zur Erfrischung gereicht. Im Hintergrund sieht man einen requirierten Ambulanzwagen Jahrgang 1941 des Spitals der Stadt Zürich.




vernehmung

Im Kommandoposten erwartete der Feldweibel die internierten Deutschen zur Vernehmung. Auch für den Neutralen bedeutet in Kriegszeiten Information überleben. Fakten zu den Einheiten und Einsätzen werden gesammelt und Idenditäten festgehalten. Der Feldweibel notiert die Angaben auf der Erkennungsmarke des Deutschen.




im taktschritt die strasse runter

Liegen alle Daten vor, kann das Rote Kreuz auch die Angehörigen des Internierten in dessen Heimat benachrichtigen, die ohne Nachricht vielleicht Schlimmstes befürchten müssen ohne zu ahnen dass der Soldat in der Schweiz und in Sicherheit ist. Auf der Karte gibt der internierte Deutsche die Stelle seines Grenzübertritts an.



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